Die Woche war für den Bitcoin klasse, endete aber mit einem Dämpfer.

Der Sonntag begann wie die Tage zuvor. Der Bitcoin machte sich auf den Weg nach oben. Die erste große Hürde hatte der Bitcoin letzte Woche schon genommen, als er den Abwärtskanal nach oben durchbrach. Den Abwärtskanal habe ich mittlerweile aus dem Chart gelöscht. Danach nahm er auch mit Leichtigkeit die zweite große Hürde, indem er die rechte Schulter einer vermeintlichen Schulter-Kopf-Schulter-Formation nicht ausprägte, sondern einfach weiter anstieg. Die dritte große Hürde, die ich im letzten Blog ins Spiel gebracht hatte, waren die 9.096 USD, die es zu übertreffen galt. Und da war er heute in der Spitze mit 9.391 USD (Bitstamp) nun wirklich deutlich drüber. Und eigentlich sah alles nach einem Durchmarsch in Richtung 10.000 USD aus.

Doch dann setzte erstmals richtige Gegenwehr beziehungsweise Verkaufsdruck ein, was dem Bitcoin ohne größere Probleme das bis dahin erarbeitete Plus von knapp über 5% einfach wieder abnahm und ihn sogar ins Minus drängte. Alles gut zu verfolgen im rechten 15-Minuten Chart des Bitcoins (Bitstamp auf TradingView). Es wurde also proaktiv verkauft und, erst als diese Verkäufe endeten, konnten leichte Käufe den Preis des Bitcoins wieder anheben. Vielleicht schafft der Bitcoin ja noch zum Tagesschluß, die 9.096 USD zu überbieten. Eher nicht. So lange keine weiteren größeren Verkäufe anstehen, kann sich der Bitcoin durchaus wieder auf den weiteren Weg nach oben Richtung 10.000 USD und darüber hinaus machen. Doch eines ist klar. Dieser Weg ist gefährlich und fragil.

Der Sonntag hat mir gezeigt, wie verwundbar der Bitcoin nach wie vor ist und dass wir auch recht schnell in eine Negativ-Eskalation hinein geraten können. So wie wir jetzt noch alles in allem eine Positiv-Eskalation durchlaufen. Ja, der Bitcoin kann weiter nach oben laufen. Aber nach dem Sonntag bin ich mehr denn je überzeugt, dass wir in Kürze den Start einer größeren Korrektur haben werden. Die, die meinen Blog regelmäßig verfolgen, werden mich sicherlich für senil halten, weil ich mich ständig wiederhole. Aber so sehe ich die Lage nun mal. Interessanterweise beschäftigen sich meine Gedanken aktuell weniger damit, wann ich wieder mit Long-Positionen einsteige, sondern vielmehr, wann ich in einer Korrektur Short-Positionen aufbaue.

Oliver Michel

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