Rauf oder runter – der Bitcoin spannt uns ganz schön auf die Folter.

Als der Bitcoin am 14ten August um 04:00 Uhr Nachts unter die 6.000 USD (Bitfinex) fiel, war klar, dass er jetzt crashen würde. 3 Tage später ist davon kaum noch die Rede. Im Gegenteil. Jetzt hat man den Boden gesehen. Jetzt geht es wieder aufwärts. Das ist der neue Tenor. Interessant, wie schnell sich doch Meinungen ändern können. Doch ist das rational oder eher emotional? Schaut man in die Foren hinein, sorgt die aktuelle vermeintlich neutrale Lage in einer Seitwärtsbewegung um die 6.500 USD des Bitcoins dafür, dass die Optimisten den Bitcoin wie immer nach oben gehen sehen und die Pessimisten nach unten. Jeder sieht eben gerne das, was er sehen will. Und das ist meiner Ansicht nach die größte Gefahr, in der wir uns beim Investieren befinden. Und da nehme ich mich nicht aus.

Gut, was möchte ich gerne sehen? Nachdem wie ich persönlich die Lage einschätze, gehe ich nach wie vor davon aus, dass der Bitcoin den Boden noch nicht gesehen hat. Es kam bisher noch zu keinem Sell-out. Und den haben wir meiner Ansicht nach noch vor uns. Bis dahin kann es zu einer zwischenzeitlichen Erholung kommen, die den Bitcoin in die 7-Tausender USD und eventuell sogar noch höher führt. Die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich allerdings für geringer als den fast direkten Weg nach unten. Wir haben einen starken Abstieg des Bitcoins von Anfang August bis zu besagtem 14ten August gesehen. Jetzt haben wir eine Seitwärtsbewegung, die meiner Ansicht nach jederzeit nach unten wegbrechen kann. Wie im vorletzten Blog beschrieben sitze ich weitestgehend am Rechner, um zumindest den Versuch zu unternehmen, bei einem Crash bei so guten Kaufkursen wie möglich Long-Positionen für das eToro-Konto CryptosWithB66, das diesem Blog zugrunde liegt, zu erhaschen. Ich hoffe, ich muß nicht zu lange darauf warten.

Aktuell konzentriere ich mich in diesem Blog und auch bei dem Eingehen von Long-Positionen auf die drei großen Coins im Markt: Bitcoin, Ethereum und Ripple. Ich hatte im letzten Blog geschrieben, dass Ethereum und Ripple eigentlich den größten Teil ihres Chrashes schon hinter sich haben und man sie, gäbe es den Bitcoin und den hier eventuell noch anstehenden Chrash nicht, bereits kaufen könnte. Wie schnell sich z.B. eine Ripple erholen kann, zeigt der 4-Stunden-Chart rechts. Vom Tiegpunkt am 14ten August bei 25,3 USCent hat sich Ripple bis zu diesem Zeitpunkt, zu dem ich gerade den Blog-Beitrag schreibe, auf 35,3 USCent, also um Sage und Schreibe 10 USCent (etwa 40%) erholt. Klasse. Und auch bei Ethereum sind es schon wieder gute 20% seit dem Tiefpunkt. Das kann im Coin Market also alles sehr schnell gehen – runter wie rauf. Und wenn es nach Ethereum und Ripple ginge, dann wäre klar, dass wir uns auf direktem Wege To The Moon befänden. So ist es aber nicht, denn da ist eben noch der Bitcoin, der sich noch entscheiden muß und auf dessen Entscheidung wir noch warten müssen. Und nach ihm werden sich auch die anderen Coins letztlich richten, egal wie gut sie sich seither erholt haben.

Es lohnt sich in diesem Zusammenhang noch ein letzter Blick auf den 4-Stunden-Chart des Bitcoins links. Sie sehen die Seitwärtsbewegung, die durchaus Potenzial hat, nach oben zu schwingen, aber eben auch nach unten wegzuknicken. Wegknicken deshalb, weil sich ein Ascending Wedge (blaue Linien) gebildet hat, das üblicherweise nach unten ausbricht. Bedenklich stimmen mich die vielen langen Upper Shadow Candles. Etwas zurückgegangen ist die Anzahl der Short Seller (rote Linie, unten). Nicht (!) zugenommen haben die Long Buyer (grüne Linie, unten); echter Optimismus sieht anders aus.

Oliver Michel

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